Nahrungsmittelbank Papa Francisco

Kaum zu glauben: in den Elendsvierteln von Villavicencio müssen viele Menschen hungern. Arme Familien können sich keine ausreichende Ernährung leisten. Unsere Mitarbeiter berichten immer wieder von Kindern, die vor Hunger dem Unterricht nicht folgen können.

So entstand die Idee zur Nahrungsmittelbank Papa Francisco. Diesem Haus liegt das Konzept der deutschen Tafeln zugrunde. Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum werden zu einem geringen Eigenbeitrag an ärmste Familien ausgegeben. Unsere Mitarbeiter sammeln diese Lebensmittel in Supermärkten, Geschäften und landwirtschaftlichen Betrieben. Bereits 2.000 Familien monatlich profitieren von diesem Sozialkaufhaus und können so ihren kargen Speiseplan verbessern und sich ausreichend ernähren.

Auf Gerechtigkeit wird geachtet. Die Armen werden in den Elendsvierteln nach Bedürftigkeit auswählt werden und Waren nur an Personen mit einem Berechtigungsausweis ausgegeben. Die Menschen erhalten immer nur Nahrungsmittel, die für den persönlichen Bedarf reichen. Gemüse, Kartoffeln, Yucca und Reis sind immer im Angebot. Andere Waren stehen je nach Verfügbarkeit und saisonalem Angebot zur Verfügung.

Das Haus wird gemeinsam von der Pastoral Social (Caritas) der Erzdiözese Villavicencio und der Stiftung Weg der Hoffnung betrieben. Der Bau wurde u.a. durch den Erlös des Hungermarsches 2016 (Böhl-Iggelheim) finanziert. Die Infrastruktur konnte mit Hilfe von Engagement Global ausgebaut werden. Gabelstapler und Hochregallager sorgen für ausreichende Lagermöglichkeiten. Ein Klein-LKW erleichtert den Warentransport. Der Kühlraum war ein Geschenk der Deutschen Botschaft in Bogotá.

Papst Franziskus diente als Namensgeber für die Nahrungsmittelbank. Sein weltweites Engagement für Arme soll Ansporn und Grundlage für dieses Projekt sein.