27.09.2010 - Musik ebnet "Weg der Hoffnung"
Geschrieben von: Klemens Albert - inFranken.de   
Montag, den 27. September 2010 um 21:12 Uhr

Benefizkonzert Musik öffnet die Herzen und verbindet die Menschen über Ländergrenzen hinweg. Das Jugendblasorchester Unterpreppach lud bereits zum siebten Mal zu einer Benefizveranstaltung nach Maroldsweisach ein, in deren Mittelpunkt die Hilfe für die Armen in Kolumbien stand. Weitere Musiker waren mit von der Partie.

Authentische Musik aus seiner Heimat Kolumbien bot der Gitarrist und Sänger Henry Cañón.

 

Die Qualität der Benefizkonzerte mit der Jugendblaskapelle Unterpreppach in der Herz-Jesu-Kirche in Maroldsweisach hat sich herumgesprochen. In diesem Jahr bereits zum siebten Mal in Folge spielten die Kapelle unter Leitung von Stefan Groh und weitere Musiker zugunsten der Stiftung "Weg der Hoffnung" für bedürftige Kinder in Kolumbien. Ausrichter war der Kolumbienkreis Pfarrweisach.
Die Sprecherin des Kolumbienkreises Pfarrweisach, Walburga Albert aus Kraisdorf, sprach von "beispielhafter Solidarität" zahlreicher Musikfreunde mit den Menschen in Kolumbien. "Wenn hier Kinder und Jugendliche für Kinder und Jugendliche in Kolumbien musizierten, dann sind das gute Töne fürs Ohr und fürs Herz", so Walburga Albert.

 

Das Konzert eröffneten die jüngsten Blasmusiker aus Unterpreppach, die mittlerweile der musikalischen Früherziehung und der Flötengruppe des Vereins entwachsen sind, mit der "Ode an die Freude". Im weiteren Verlauf des Konzerts erfreuten sie mit einem Kinderlied und dem "Heilig" von Schubert.

 

Wagner und"Sister Act"

 

Das Hauptorchester begeisterte unter anderem mit einem "Intermezzo festivo", einer "Festmusik" von Richard Wagner, mit der Titelmelodie aus "Sister act" ("I will follow him"), sowie Medleys von Webber und Jackson. Der Kinderchor Maroldsweisach-Ebern (Leitung Regine Geisler) sang sich mit den Liedern "Montag, Dienstag", "Der Herr wird dich in mit seiner Güte segnen" und "Jubilate deo" in die Herzen der Zuhörer.

 

Das Aidhäuser Musikantentrio mit Rainer Nöller glänzte wieder mit Stücken wie "Morgengebet", "Trompetenvariation", "Bring die Wüste zum Blühen" und "Herr, wir bitten". Zum Piano spielte ein Duo mit der Trompete Liedmelodien, um sie dann auch zu singen. Eine besondere Note gaben dem Konzert die Liedbeiträge des Gitarristen und Sängers Henry Cañón, der authentische Musik aus seiner Heimat Kolumbien in beeindruckender Weise darbot.

 

Fürbitten sprach zusammen mit Pfarrer Richard Brütting Hanna Bornkessel, die die Verantwortung für die Organisation des Konzerts vor Ort übernommen hatte.

 

Impressionen aus Kolumbien

 

Für die Stiftung "Weg der Hoffnung" war Dr. Johannes Mauder aus Mainaschaff zum Konzert gekommen. Anhand von Bildern aus den Projekten in Kolumbien stellte er drei wesentliche Inhalte der Arbeit der Stiftung dar, mittels derer zurzeit mehr als 1000 junge Menschen Unterstützung erfahren.

 

Im Wesentlichen gehe es um "die Befriedigung ihrer elementarsten Bedürfnisse, wie Essen und Trinken, aber auch um den Hunger nach Gerechtigkeit".

 

Mauder würdigte die "herrliche Musik" und die großzügige Unterstützung der Arbeit für die Ärmsten der Armen in Kolumbien, denn "Musik führt Menschen zusammen, auch wenn sie durch Ozeane getrennt sind." Die Spenden, die von den Zuhörern in die Körbchen eingelegt wurden, gehen ohne jeglichen Abzüge in die Projekte der Stiftung in Kolumbien.