Wem helfe ich?

Hinter jedem unserer Kinder und Jugendlichen steht immer ein Schicksal von Armut und Vertreibung. Unser Stiftungsgründer Pfr. Otter hat oft gesagt, man könnte über das Schicksal dieser Kinder ein Buch schreiben, das aber so traurig wäre, dass niemand es lesen möchte.

 

An dieser Stelle wollen wir Ihnen am Beispiel einiger weniger Kinder zeigen, woher unsere Kinder kommen und wie sie Hilfe erfahren.

 

Maria (3J.) und Monica (5J.) treffen wir in unserem Kinderheim „Sagrada Familia“ wo 400 Kinder, darunter 120 Behinderte, Ernährung, Betreuung und Zuwendung finden.

Die Familie mit den drei Kindern Maria, Monica und Yudy lebte nahe der Grenze zu Venezuela. Eines Tages tauchten paramilitärische Truppen im Dorf auf und bedrohten die Einwohner mit dem Tode.
Familie Rodriguez floh nach Villavicencio. Sie fanden Freunde im Elendsviertel „Ciudad Porfia“ und durften dort am Rand des Flusses im Überschwemmungsgebiet eine Bretterhütte bauen. Bald darauf wurde der Mann gewalttätig, schlug seine Frau und die Kinder und verließ schließlich die Familie. Wie sollte Frau Rodriguez mit den drei Kindern überleben?

 

Morgens lief die Mutter ins Stadtzentrum von Villavicencio und verkaufte dort Blumen. Die drei Kinder mussten mitgehen, wo sollten sie bleiben? Die 7-jährige Yudy trug die Tasche für Einnahmen und Wechselgeld. Von 7 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags waren sie unterwegs. Die Einnahmen betrugen durchschnittlich zwei Euro am Tag. Das reichte nicht einmal, um alle vier satt zu bekommen. Da hörten sie vom „Weg der Hoffnung“, von den Freunden aus Deutschland. Maria (3) und Monica (5) wurden in unser Heim aufgenommen, werden ernährt und betreut. Ihre Hilfe hat das Schicksal von Maria und Monica verändert.

 

Wer weiß, sie könnten bei uns groß werden, wie Flor Rodriguez, die bei uns aufwuchs und heute als Sozialpsychologin für uns in die Elendsviertel geht und sich um solche Kinder kümmert.

 

 

Die kleine Nancy im rosa T-Shirt lebt in einer Familie mit acht Kindern. Ihre Mutter ist alleinstehend und lebt vom Sammeln von Plastik, Blech und Holz. Die acht Kinder, das jüngste erst zwei Wochen alt, wachsen auf in menschenunwürdigem Dreck.


Ihre Spende hilft mit Lebensmitteln, Arztbetreuung und einem Heimplatz. Nancy darf jetzt wie mahr als 400 andere Kinder im Projekt „Schule für alle“ die Schule besuchen.


192 Euro pro Kind und Jahr sind dazu wirklich „notwendig“. 192 Euro, auch für uns nicht wenig, aber doch ein vergleichsweise kleiner Betrag, wenn man bedenkt, dass so ein Ausbruch aus dem Kreislauf des Elends möglich wird.