März 2013

18.03.2013 – Wolfram Endemann und Johannes Mauder zurück vom Projektbesuch in Kolumbien

Wolfram und ich sind wieder gut von unserem Projektbesuch in Kolumbien zurückgekehrt. Begleitet haben uns unsere Ehefrauen Angelika und Christiane. Alle Kosten der Reise, das erübrigt sich fast zu erwähnen, wurden wie immer selbst finanziert.

Es war für mich bereits das fünfte Mal , dass ich unsere Freunde besuchte. Aber die Eindrücke sind jedes Mal genauso bewegend wie bei Angelika, die zum ersten Mal vor Ort war. Auf der einen Seite die Armut und das Elend, das hautnah in den Elendsvierteln erfahrbar war, und auf der anderen das Engagement und die Hilfe unserer Mitarbeiter.

Die Dankbarkeit bei unseren Kindern und Jugendlichen und ihren Familien ist überwältigend. Diese Dankbarkeit darf ich direkt an sie, unsere Wohltäter, weitergeben. Bei vielen Gelegenheiten durfte ich sagen, dass wir nur als Botschafter kommen - als Botschafter unserer vielen Spender.

Es ist beeindruckend, wie unsere Mitarbeiter unter widrigsten Verhältnissen für ihre Schützlinge tätig sind. Fast unmöglich ist es, ein Beispiel herauszugreifen, aber besonders hat mich Viviana bewegt. Sie ist geistig und körperlich behindert und wohnt mit ihren Eltern und ihrem Bruder im Elendsviertel La Nora. Die Eltern sammeln Abfall, um ihn zu trennen und weiterzuverkaufen, und bestreiten so ihren Lebensunterhalt. „Ich bin so glücklich, dass meine Tochter in die Behindertenbetreuung der Stiftung aufgenommen wurde. Es hat ihr Leben komplett geändert“, erzählte mir ihre Mutter. Vorher musste sie die Eltern immer zum Abfallsammeln begleiten, weil sie Viviana nicht allein lassen konnten. Heute ist sie ein fröhliches Mädchen und beeindruckt mit ihrer Energie. Sie darf spielen und lernen, erhält drei tägliche Mahlzeiten und ist richtig aufgeblüht. In diese Freude und Dankbarkeit darf ich sie alle einschließen.

20 Jahre besteht die Stiftung Camino de la Esperanza in diesem Jahr in Kolumbien. Welche Weitsicht und welches Gottvertrauen muss unser Stiftungsgründer Pfr. Josef Otter damals gehabt haben, diesen Weg zu gehen und diese Brücke nach Kolumbien zu schlagen, die bis heute trägt. Die Erinnerung an ihn ist bis heute lebendig und greifbar. Oft sprachen uns Bekannte und Unbekannte an, um Erinnerungen an ihn auszutauschen.

Es wäre zu viel, von allen Begegnungen zu erzählen. Ich darf Ihnen aber die Grüße von vielen Freunden weitergeben: Padre Carlos, Marysol, Flor, Sr. Teresa, Padre Henry, Erzbischof Oscar, Sr. Ruth, alle Mitarbeiter, aber auch so viele Kinder und ihre Eltern lassen dankbar grüßen.

Wir freuten uns besonders, am 94. Geburtstag von Bischof Gregorio teilzunehmen. Ohne ihn wäre der Weg der Hoffnung nicht denkbar gewesen. Bis heute begleitet und trägt er die Stiftung mit. Auch wenn man ihm das Alter körperlich anmerkt, ist er von einer bewundernswerten geistigen Frische. Er erinnert sich gern an seine zahlreichen Besuche in Deutschland und sendet ihnen seinen Gruß und Segen.

Alle unsere Einrichtungen und Projekte sind in einem sehr guten Zustand. Aber das war bei unseren engagierten Mitarbeitern und bei unserem tüchtigen Leiter P. Carlos auch nicht anders zu erwarten. 14 Tage waren fast zu knapp, um das enge Programm zu absolvieren. Aber die Herzlichkeit unserer Mitarbeiter und unserer Kinder und Jugendlichen machten das mehr als wett.

Ein Wermutstropfen ist die Zahlungsmoral und Verantwortlichkeit des kolumbianischen Staates. Geschlossene Verträge mit der Stiftung werden nicht eingehalten, zugesagte Gelder nicht gezahlt. Die Zuschüsse für Behindertenbetreuung und Kindergärten wurden gekürzt oder erst gar nicht gezahlt. In den letzten Jahren hatten wir gehofft, dass öffentliche Stellen endlich ihre Verantwortung für die Armen erkennen und wahrnehmen. Leider hat sich das so nicht bewahrheitet. Wie wir dieser Entwicklung gegensteuern können, wird uns noch Kopfzerbrechen bereiten. Aber mit Hilfe unserer treuen Helfer und Gönner wird sich auch dafür eine Lösung finden.

Jedenfalls freuen wir uns, dankbar, mit bewegenden Eindrücken und frischem Engagement für den Weg der Hoffnung zurück zu sein.

 

17.03.2013 – Benefizaktion Sternstunden unterstützt die Behindertenarbeit des Wegs der Hoffnung

Wir danken der Aktion Sternstunden des bayerischen Rundfunks für die großherzige Unterstützung von 120 behinderten Jugendlichen in unseren Heimen mit Nahrung und Kleidung.


Bereits zum zweiten Mal unterstützte damit diese Benefizaktion unsere behinderten Kinder in Kolumbien.


Sternstunden übernimmt seit 20 Jahren Verantwortung für kranke, behinderte und in Not geratene Kinder - in Bayern, in Deutschland und weltweit. Der Förderverein reagiert dort, wo Not ist, schnell und unbürokratisch. Dank der ungebrochenen Hilfsbereitschaft vieler Menschen konnte Sternstunden seit Gründung mehr als 2.200 Kinderhilfsprojekte mit einer Gesamtfördersumme von über 150 Millionen Euro unterstützen.


Seit Gründung im Jahr 1993 setzt sich Sternstunden für notleidende Kinder und Jugendliche ein.


Tausend Dank, mil gracias im Namen unserer Kinder.