Juli 2017

21.07.2017 - Besuch von Zuleimi und Robinson aus Kolumbien

Zuleimi Gaviria und Robinson Martinez haben ihren Deutschlandaufenthalt beendet und sind wieder gut in Kolumbien eingetroffen. Vier erlebnisreiche, aber auch arbeitsreiche Wochen sind damit für unsere zwei Freunde zu Ende gegangen.

Die beiden kommen aus schlimmer Armut und sind in den Einrichtungen des Wegs der Hoffnung aufgewachsen. Zuleimi hat insgesamt 12 Jahre vom Kindergarten bis zum Abitur in unserer Stiftung verbracht. Ihren Schulabschluss konnte sie in unserem Projekt Schule für alle machen. Im Moment studiert sie an den Wochenenden öffentliche Verwaltung und Buchhaltung. Dieses Studium finanziert sie durch Mitarbeit in unserer Stiftung. In der Familienförderung unterstützt sie Schwester Elsa bei der Betreuung von Familien, der Vergabe von Mikrokrediten und in der Existenzgründung für Frauen. Außerdem unterstützt sie mit ihrem Verdienst ihre kranke Mutter und ihre Geschwister.

Robinson hat ebenfalls erst unser Schulprojekt besucht und dann auf dem Jugendbauernhof gelebt und sein Abitur gemacht. Kaum zu glauben, dass er unter den schlimmen Bedingungen, unter denen er aufgewachsen ist, eine der besten Abiturprüfungen des Landes abgelegt hat. Durch diese hervorragenden schulischen Leistungen erreichte er ein staatliches Stipendium und darf an einer der besten Universitäten des Landes in Bogotá Biologie studieren. In den Semesterferien gibt er etwas von der empfangenen Hilfe durch Mitarbeit in unserer Nahrungsmittelbank zurück. Was wäre aus den beiden geworden ohne Ihre Hilfe?

Sie lassen sehr herzlich grüßen und danken allen Freunden des Wegs der Hoffnung für die herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft. Wie immer wurden die Flüge vom Nord-Süd-Forum Aschaffenburg und dem Katholischen Fonds bezahlt, der Aufenthalt wurde privat finanziert, damit alle Spenden an den Weg der Hoffnung ungeschmälert den Bedürftigen zukommen. Dafür herzlichen Dank! Wie bei allen Besuchen sind die Gäste bei Mitgliedern des Vorstandes untergebracht. In diesem Jahr dürfen wir uns aber auch bei Gaby Hasenstab bedanken, die Zuleimi und Robinson für zehn Tage aufgenommen hat. Vielen Dank für diese Gastfreundschaft!

Zuleimi und Robinson berichteten in vielen Veranstaltungen von der Not in ihrem Land und erzählten von der Hilfe durch den Weg der Hoffnung für Kinder, Jugendliche und Familien in Kolumbien. Sie zeigten aber auch die schönen Seiten Kolumbiens auf. Besonders ihre Tanzpräsentationen beeindruckten alle und vermittelten einen Einblick in die Kultur des Landes. Bei Cumbia, Joropo und San Juanero ließen sich viele Kontakte knüpfen. Als sie zum Schluss alle Auftritte in unserem Kalender zusammenzählten, waren es über 40 Besuche bei befreundeten Organisationen, Pfarreien, Schulen und Kindergärten.

So konnten sich unsere Freunde vom Kolumbienkreis Pfarrweisach, vom Eine-Welt-Kreis in Schweinfurt, vom Frauenbund in Alzenau und vom Nord-Süd-Forum aus erster Hand über den Weg der Hoffnung informieren und eine Einschätzung der Lage in Kolumbien erhalten. Besuche bei unseren Stiftungsratsmitgliedern OB Klaus Herzog in Aschaffenburg und Bürgermeister Horst Engler in Mainaschaff schlossen sich an. Auch auf dem Pfarreifest in Mainaschaff waren sie mit ihren kolumbianischen Volkstänzen und einem Stand vertreten. Kontakte mit dem Rotary-Club Obernburg und dem Lions-Club in Alzenau wurden gepflegt. Begeistert waren sie von den vielen Schulbesuchen, das Interesse der Kinder und die Herzlichkeit der Lehrer hat sie beeindruckt. Ihr Aufenthalt war also vom ersten bis zum letzten Tag gefüllt. Alle Begegnungen aufzuzählen wäre unmöglich.

Ein besonderer Höhepunkt war die Spendenübergabe des Partnerkaffeevereines über 25.000€ auf dem Fest "Bruderschaft der Völker". Seit über 20 Jahren unterstützt uns der Partnerkaffeeverein und ermöglichte in dieser Zeit Hilfe und Leben für unsere Kinder. Unsere Gäste und wir waren begeistert von so viel Engagement. Mil gracias!

Zum Schluss einen herzlichen Dank an alle Kindergärten und Schulen, alle Organisationen und Pfarreien, aber auch an alle Wohltäter des Wegs der Hoffnung, die Zuleimi und Robinson nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen geöffnet haben.