Presseberichte Kolumbien
16.04.2015 - Zehn Tote bei FARC-Anschlag
Geschrieben von: Blickpunkt Lateinamerika (Adveniat)   
Donnerstag, den 16. April 2015 um 00:00 Uhr

In Kolumbien sind bei einem Angriff der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC mindestens zehn Militärs getötet worden. Wie die Tageszeitung "El Tiempo" am Mittwoch, 15. April 2015 in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Armeekreise berichtet, seien die Soldaten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von einer FARC-Einheit mit Granaten und Bomben angegriffen worden. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos kündigte an, die Region noch am gleichen Tag zu besuchen. "Dies ist genau der Krieg, den wir beenden wollen", twitterte Santos am Mittwoch. Der Anschlag ist einer der schwersten seit Beginn der Friedensverhandlungen in Kolumbien vor mehr als zwei Jahren und könnte diese gefährden.

Noch am Dienstag hatte ein FARC-Sprecher die Hoffnung genährt, dass die Rebellen ihren bewaffneten Kampf bald aufgeben könnten. "Die Waffen sind kein Fetisch für die FARC", sagte Pastor Alape dem Radiosender Blue Radio. Frieden in Kolumbien müsse bedeuten, dass sich jene, die sich in der Politik engagieren wollten, auf Garantien und Rechte verlassen könnten und keine Angst haben dürften, ermordet zu werden.

Seit Ende 2012 laufen die Friedensverhandlungen zwischen der größten kolumbianischen Rebellengruppe FARC und der Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Zur Zeit werden die Verhandlungen zu den Punkten Opferentschädigung und Entwaffnung fortgesetzt.

Quelle: KNA

 

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10.04.2015 - Zehntausende demonstrieren für Frieden
Geschrieben von: Blickpunkt Lateinamerika (Adveniat)   
Freitag, den 10. April 2015 um 00:00 Uhr

Zum vierten Mal nach Verabschiedung des Gesetzes für die Opfer des Bürgerkrieges sind in Kolumbien am Donnerstag, 9. April 2015, landesweit mehrere zehntausend Menschen auf die Straßen gegangen, um für Frieden und ein Ende des blutigen Konflikts in dem südamerikanischen Land zu demonstrieren sowie der Opfer zu gedenken. Am "Marsch für den Frieden" in den größten Städten Kolumbiens nahmen Vertreter aller Parteien, Gewerkschaften sowie sozialen und indigenen Bewegungen teil.

Wie schon am "Tag der Erinnerung und Solidarität mit den Opfern" vor zwei Jahren pflanzten Präsident Manuel Santos und Hautpstadt-Bürgermeister Gustavo Petro am "Zentrum der Erinnerung" einen Baum und entzündeten eine Friedensflamme, so lokale Medien. Santos ordnete zudem die Verlängerung des Luftangriffstopps gegen die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) an, da diese sich an die Feuerpause seit Ende Dezember gehalten hatten, und um die Friedensgespräche in Havanna nicht zu gefährden.

"Einen patriotischen Gruß voller Brüderlichkeit schicken wir aus den Bergen unseres Landes und Havanna", begrüßten die FARC in einer Erklärung die Friedensmärsche. "Unsere Territorien sind Tatort der Konfrontation, wir wollen nicht ein Opfer mehr", erklärte Luis Fernando Arias von der Indigenenorganisation ONIC und forderte den Beginn von Friedensverhandlungen mit der zweitgrößten Guerilla ELN. Das Linksbündnis "Marcha Patriotica" trat mit drei Forderungen auf. "Waffenstillstand, sozialer Wandel wie politische Rechte und weniger Ungleichheit auf dem Land sowie drittens, die Einrichtung einer Verfassungsgebenden Versammlung", so deren Sprecher David Flóres. (bb)

 

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15.12.2014 - Kolumbianer demonstrieren gegen Straflosigkeit für FARC
Geschrieben von: Blickpunkt Lateinamerika (Adveniat)   
Montag, den 15. Dezember 2014 um 00:00 Uhr

Tausende Menschen haben am Sonntag in Kolumbien gegen eine mögliche Amnestie für Angehörige der Guerillaorganisation FARC demonstriert. Der Frieden dürfe nicht um den Preis der Straflosigkeit von Terroristen kommen, argumentierten sie, wie die BBC am Sonntag berichtete.

Seit zwei Jahren finden in Kubas Hauptstadt Havanna Friedensgespräche unter der Beteiligung auch der katholischen Kirche statt, um den seit 50 Jahren andauernden Konflikt zwischen linker Guerilla, rechten Todesschwadronen und Regierung beizulegen.

Viele der Demonstranten waren Anhänger des früheren Präsidenten Alvaro Uribe, der selbst die Demonstration in Medellin anführte und eine harte Haltung gegenüber der FARC vertrat. Er rief die Armee dazu auf, die Guerilla zu besiegen, "ob die Regierung das will oder nicht". Es sei besser zu protestieren, als das Land den Terroristen zu überlassen. Uribe warf seinem Nachfolger Juan Manuel Santos vor, eine Kultur der Straflosigkeit zu fördern.

Ende 2012 hatte die kolumbianische Regierung Friedensverhandlungen mit der FARC-Guerilla aufgenommen. Die FARC entstand 1964. Mit rund 9.200 Kämpfern ist sie die größte Rebellenorganisation Lateinamerikas. Ihr werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die EU stuft sie als Terrororganisation ein.

Bereits geeinigt haben sich beide Seiten in den Punkten Landverteilung, Drogenhandel und politische Integration der FARC.

Quelle: KNA

 
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