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Januar 2008
Freitag, den 11. Januar 2008 um 18:12 Uhr

Marysol Garcia, Koordinatorin eines Kinderheimes im Elendsgebiet, zu Besuch in Deutschland


„Mama heute hat unsere ganze Klasse Joropo getanzt“.Mit diesem Satz kam am 10.Januar eine Schülerin der Grundschule Mainaschaff nachhause, um der erstaunten Mutter zu erzählen, dass Marysol Garcia und Ihr Mann Fernando Alferez die Schule besucht hatten, über Hilfsprojekte der Stiftung Weg der Hoffnung in Kolumbien berichtet und „Joropo“ einen typischen Volkstanz aus den Ebenen Kolumbiens gezeigt hatten.

Eingeladen von unserer Stiftung Weg der Hoffnung,( Der Flug zum Großteil durch die Städtesolidarität des Aschaffenburger Nord-Süd-Forums finanziert, Unterkunft privat bei Freunden) hielten sich die beiden so sympathischen Gäste vom 29.11.2007 bis 11.1.2008 in Mainaschaff auf. Marysol Garcia leitet in unserer Partnerstiftung „Camino de la Esperanza“ eines unserer Kinderheime für Flüchtlings- und ärmste Kinder aus den Elendsgürteln rings um Villavicencio, Kolumbien. Daher nutze sie gerne die Gelegenheit an unserem Infonachmittag am 2.12. die mehr als 300 Freunde, Besucher und Wohltäter direkt über Schicksale von Armen und unsere vielfältigen Hilfsprojekte zu informieren. Besuche in 11 Schulen, bei drei Mainaschaffer Kindergärten, Gruppenstunden von Ministranten, Ausflügen mit dem Chor Mosaik bis nach Stadt Aub und Iserlohn, sowie viele weitere Termine sorgten für einen gut gefüllten Terminkalender mit Begegnung, Bericht und Information. Marysol freute sich sehr auf das Wiedershen mit all den Freunden, die sie im Jahr 2000 während ihrer Praktikumszeit in Mainaschaff gewonnen hatte. Sie überbrachte Grüße und selbst gebastelte Andenken auch aus ihrem Heim mit 250 Kindern, darunter 120 Behinderten.

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In all ihren Vorträgen berichtete sie mit Bildern eindrucksvoll vom schlimmen Schicksal der 1200 Flüchtlingsfamilien rund um Villavicencio, die systematisch von ihren kleinen Höfen auf dem Land vertrieben wurden und am Rand der Stadt in Plastik- und Altholzverschlägen ohne Wasser, Strom und Kanal vegetieren müssen, Opfer des seit mehr als 40 Jahren andauernden, schmutzigen Bürgerkrieges zwischen Guerilla und Militär. Ihre Zuhörer freuten sich aber auch darüber, dass dank der Hilfe unserer Spender aus Mainaschaff und Umgebung, Mülheim, Pfarrweisach, Alzenau, sowie Aktionen auf Weihnachtsmärkten, Basaren, Benefiz-Veranstaltungen durch viele befreundete Schulen, inzwischen neben 500 Kindern in den Heimen der Stiftung, im letzten Jahr 117 Kindern der Schulbesuch mit 178,-- Euro pro Kind ermöglicht werden konnte und damit der Ausbruch aus dem Elend. (Eine Auswahl von Fotos der Besuche anbei). „Diese Kinder wären ansonsten Analphabeten geblieben und gingen vor Hunger zur Guerilla und zum Töten,“ betonte Marysol. „ Damit leistet Ihr ganz wertvolle Arbeit für den Frieden“.

Dankbar für die herzliche Aufnahme, die tolle Gastfreundschaft und alle so notwendende Hilfe, nahm das Paar mit einem fröhlichen Abend und einem reichhaltigen „Mitbringbüffet“ am 10.1.08 Abschied. Sie waren lebensfrohe Botschafter ihres herrlichen Landes und ihrer wichtigen Arbeit. Wir sind froh, dass mit solchen Besuchen Austausch der Kulturen lebendig, Weltkirche in unserer Einen Welt sichtbar wird, dass sie bei uns waren, Freunde auf dem Weg der Hoffnung für die Ärmsten in Kolumbien..

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